Ein Studiengang heißt Systems Engineering. Für die Hochschule ist klar, was dahintersteckt. Eine Person, die gerade ihr Abitur macht, hat dazu vielleicht noch kein Bild im Kopf. Genau hier beginnt die Aufgabe eines Studiengangsfilms: Er schafft einen verständlichen Einstieg und führt anschließend zu den Informationen, die für die Studienwahl wichtig sind.
Der Studiengangsname ist noch kein Einstieg
Wenn du einen Studiengang bewirbst, kennst du seine Inhalte bereits sehr gut. Deine Zielgruppe steht an einem anderen Punkt. Welche Interessen bringt sie mit? Welche Aufgaben findet sie spannend? Und welche Begriffe würde sie selbst verwenden, um danach zu suchen? Diese Fragen gehören vor die erste Bildidee.
Ich würde deshalb nicht mit einer langen Liste von Modulen beginnen. Suche zunächst einen Zusammenhang, den Interessierte verstehen können. Danach kannst du erklären, welche fachlichen Themen, Projekte und Anforderungen im Studium daraus werden. Der Film weckt eine konkrete Frage; die Studiengangsseite beantwortet sie ausführlicher.
Systems Engineering und Minecraft: ein Beispiel aus unserer Arbeit
Für die Technische Hochschule Augsburg haben wir einen Studiengangsfilm mit einem Einstieg über Minecraft umgesetzt. Konstruieren, Schaltungen und logisches Denken bilden die Verbindung zum Studienfach. Der Film gehört zu einer Reihe mit unterschiedlichen Gaming-Einstiegen.

Wichtig ist die fachliche Brücke. Ein Spielmotiv allein erklärt noch keinen Studiengang. Die Verbindung muss im Konzept verständlich sein und anschließend auf der Zielseite weiterführen. Gaming ist dabei ein möglicher Ansatz für dieses Projekt, keine allgemeine Empfehlung für jedes Studienangebot.
Was deine Zielgruppe nach dem Film wissen sollte
Lege eine zentrale Frage fest. Soll eine Person erstmals verstehen, worum es im Studiengang geht? Soll sie Einblick in ein Projekt bekommen? Oder möchtest du zu einem Informationstag einladen? Ein kurzer Film kann nicht alle Fragen zur Studienentscheidung gleichzeitig beantworten.
Für einen tieferen Einblick können Studierende ein konkretes Projekt erklären. Dabei helfen sichtbare Aufgaben: Was haben sie gebaut, untersucht oder gestaltet? Welche Entscheidung mussten sie treffen? Was hat sie überrascht? Solche Situationen verbinden fachlichen Inhalt mit einer persönlichen Perspektive.
Plane Film und Studiengangsseite gemeinsam
Nach dem Klick sollte die Geschichte weitergehen. Wenn der Film mit Robotik oder Konstruktion beginnt, sollte die Zielseite den Zusammenhang zum Studium erklären. Studieninhalte, Voraussetzungen und Bewerbung gehören dort klar auffindbar hin. Bei wechselnden Fristen oder Angeboten bleibt die aktuelle Hochschulseite die maßgebliche Quelle.
Auch Beratung und Veranstaltungen können passende nächste Schritte sein. Ein Film vor einem Informationstag kann Fragen anregen, die Interessierte dort persönlich stellen. Du musst den gesamten Entscheidungsprozess nicht in eine einzige Kurzfassung packen.
Unterschiedliche Einstiege ohne beliebige Varianten
Wenn du mehrere Gruppen ansprechen möchtest, sollten sich die Fassungen inhaltlich unterscheiden. Ein anderes Titelbild allein macht aus derselben Botschaft noch keinen passenden Einstieg. Kläre für jede Fassung, welches Interesse sie aufgreift und auf welche Frage sie antwortet.
Beim Langesicht-Prinzip planen wir diese Nutzungen gemeinsam. Du kannst Material für die Website, einen kurzen Social-Media-Einstieg und eine Veranstaltung zusammen vorbereiten. Das spart keine bestimmte Summe automatisch. Es hilft aber, die notwendigen Aussagen und Einstellungen schon vor dem Dreh zu berücksichtigen.
Studierendenmarketing auswerten: mehr als Videoaufrufe
Lege vor dem Start fest, welche Handlung du erreichen möchtest. Besuche auf der Studiengangsseite, Anmeldungen zum Informationstag oder Beratungsanfragen zeigen unterschiedliche Schritte. Eine spätere Bewerbung kann aus mehreren Kontakten entstehen. Deshalb sollten Videoaufrufe nicht allein als Erfolg der Studierendengewinnung gelten.
Nutze außerdem die Fragen aus Beratungsgesprächen. Wenn dieselbe Unklarheit immer wieder auftaucht, kann daraus ein nächster Film oder eine bessere Erklärung auf der Website entstehen. So entwickelt sich der Inhalt aus tatsächlichen Informationsbedürfnissen weiter.
Du möchtest einen Studiengang verständlich vorstellen? Besprich das Angebot und deine Zielgruppe mit uns. Weitere Beispiele für Studiengänge, Arbeitgeberkommunikation und Forschung findest du beim Hochschulmarketing mit Video.
