Employer Branding für Hochschulen: Beschäftigte zu Wort kommen lassen

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Employer Branding für Hochschulen beginnt mit einer konkreten Frage: Wie erklärst du einer Bewerberin, warum sie gerade bei euch arbeiten sollte? Mit dem Namen der Einrichtung allein erfährt sie noch wenig über ihren möglichen Alltag. Das Labor, die Verwaltung oder ein Forschungsteam können sich innerhalb derselben Hochschule deutlich unterscheiden. Für einen Employer-Branding-Film brauchen wir deshalb sowohl eine gemeinsame Geschichte als auch konkrete Menschen, die sie erzählen.

Employer Branding und Studierendenmarketing brauchen eigene Filme

Ein Studiengangsfilm richtet sich an Menschen vor der Studienwahl. Ein Arbeitgeberfilm soll eine berufliche Entscheidung vorbereiten. Diese Unterscheidung verändert die Fragen im Konzept. Wie arbeiten Teams zusammen? Welche Aufgaben tragen Beschäftigte selbst? Wer unterstützt den Einstieg? Was schätzen sie an genau diesem Arbeitsplatz?

Beziehe dabei die Berufsgruppen ein, für die du tatsächlich suchst. Ein Film nur über Forschung kann für wissenschaftliche Stellen interessant sein. Bewerber für Technik, Verwaltung oder Werkstätten finden ihren Alltag darin möglicherweise kaum wieder. Die Bildauswahl sollte zu den ausgeschriebenen Aufgaben passen.

Arbeiten an der THA: die Beschäftigten erzählen selbst

Im Projekt Arbeiten an der THA stehen reale Beschäftigte der Technischen Hochschule Augsburg im Mittelpunkt. Ihre O-Töne laufen über Bilder aus den Arbeitsbereichen. Der Film verbindet unterschiedliche Perspektiven auf die Hochschule als Arbeitgeber.

Arbeiten an der THA – Dein neuer Job? Titelbild des Hochschul-Recruitingfilms
Originales Film-Vorschaubild. Arbeiten an der THA ansehen.

Zum Projekt gehören außerdem bereichsbezogene Filme und Fassungen für Social Media. Darin liegt für mich ein hilfreicher Ansatz: Die Hochschule bekommt einen gemeinsamen Auftritt, während einzelne Teams ihre eigenen Fragen beantworten können. Ein übergreifender Film muss dafür nicht jedes Detail jeder Stelle enthalten.

Wie du zu konkreten Interviewantworten kommst

Bitte Beschäftigte nicht nur um eine Bewertung wie „Was ist hier besonders gut?“. Frage nach Situationen: „Wann hast du zuletzt Unterstützung aus einem anderen Bereich bekommen?“ oder „Was hättest du vor deinem ersten Arbeitstag gerne gewusst?“ Solche Fragen geben Raum für Erfahrungen, die Bewerber einordnen können.

Die Antworten müssen nicht perfekt formuliert sein. Ein verständlicher Gedanke in den eigenen Worten einer Person trägt oft mehr als eine auswendig gelernte Arbeitgeberbotschaft. Bei der Auswahl achten wir darauf, dass die Aussage im Zusammenhang bleibt und zum gezeigten Arbeitsbereich passt.

Was wir vor dem Dreh gemeinsam klären

Zuerst brauchen wir die Zielgruppen und den geplanten Einsatz. Welche Stellen sind besonders relevant? Gibt es eine zentrale Karriereseite oder eigene Seiten für Bereiche? Welche Beschäftigten möchten mitwirken? Wer kann fachliche Aussagen prüfen und die Abstimmung koordinieren? Daraus entsteht ein Drehplan, der die tatsächlichen Arbeitsplätze berücksichtigt.

Zu den Bildern gehört die Frage, was du zeigen kannst. Ein Labor kann Zusammenhänge anschaulich machen, auch wenn ein Versuch gerade nicht läuft. Im Büro kann eine Besprechung die Zusammenarbeit erklären. Wir suchen Situationen, die zur jeweiligen Aussage beitragen, statt alle Räume nacheinander abzubilden.

Hauptfilm und einzelne Berufsporträts zusammendenken

Plane die Fassungen vor den Interviews. Wenn du später einen kurzen Film über Einarbeitung brauchst, muss dieses Thema in den Gesprächen vorkommen. Wenn eine bestimmte Berufsgruppe einen eigenen Einstieg erhalten soll, brauchst du ausreichend passende Aussagen und Bilder. Ein nachträglicher Ausschnitt funktioniert nur, wenn der Inhalt allein verständlich bleibt.

So lässt sich das Langesicht-Prinzip konkret anwenden: Die Vorbereitung zahlt auf mehrere sinnvolle Nutzungen ein. Eine Kurzfassung weckt Interesse; das Berufsporträt vertieft eine Aufgabe; der Hauptfilm vermittelt das gemeinsame Bild der Hochschule. Jede Fassung bekommt einen passenden Link.

Die Bewerbung gehört zum Konzept

Prüfe den Weg nach dem Film. Führt der Link zur richtigen Stelle oder nur zur Startseite? Sind Ansprechpartner und Bewerbungsweg auf dem Handy verständlich? Welche Fragen beantwortet die Karriereseite, die im Film bewusst offenbleiben? Der schönste Einstieg hilft wenig, wenn Interessierte anschließend suchen müssen.

Bei der Auswertung trennen wir Reichweite von passenden Kontakten. Ein Film kann vielen Menschen gefallen und trotzdem die falsche Berufsgruppe erreichen. Rückmeldungen aus Bewerbungsgesprächen helfen zusätzlich zu erkennen, welche Einblicke die Entscheidung unterstützt haben.

Du möchtest deine Hochschule als Arbeitgeber vorstellen? Lass uns über die Aufgaben und Menschen sprechen, die du zeigen möchtest. Einen Überblick über weitere Einsatzmöglichkeiten findest du in unserem Artikel zum Hochschulmarketing mit Video.