KI-Storyboards: Was du vor dem Dreh sinnvoll abstimmen kannst

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Du liest ein Filmkonzept und hast sofort ein Bild im Kopf. Dein Kollege auch. Nur leider ein anderes. Genau dafür lohnt sich ein Storyboard – auch ein KI-Storyboard: Du kannst über konkrete Bilder sprechen, bevor wir die Kamera aufbauen. KI kann bei dieser Vorbereitung helfen. Für mich ist dabei entscheidend, welche Fragen wir mit einem Bild klären wollen.

Was du mit einem KI-Storyboard abstimmen kannst

Ein Storyboard zerlegt die Filmidee in einzelne Einstellungen. Du siehst, wer im Bild steht, was passiert und wie die nächste Szene anschließt. Dazu gehören kurze Hinweise zu Bewegung, Ton und Aussage. Ein schönes Bild allein erklärt noch nicht, wie der Film funktioniert.

Bei der Vorvisualisierung nutzen wir Bilder, um zum Beispiel über Licht, Perspektive oder die Stimmung einer Szene zu sprechen. Sollst du einem Menschen nah sein? Oder brauchst du erst einen Überblick über seinen Arbeitsplatz? Solche Entscheidungen verändern die Wirkung, auch wenn der gesprochene Text gleich bleibt.

Ein Blick in meine Vortragsunterlagen

In meinem Hackerkiste-Vortrag von 2025 zeige ich unterschiedliche Bildideen für die Konzeption. Auf der Folie unten siehst du unter anderem eine Person mit Smartphone zwischen vielen Bildschirmen, eine Kinoszene und einen Arbeitsplatz mit einem kleinen Roboter. Das sind Visualisierungen. Sie helfen, eine Bildidee zu besprechen, und sind keine Dokumentation echter Arbeitsplätze.

Vier KI-Visualisierungen: Smartphone zwischen Bildschirmen, Kino und zwei Arbeitsplatzmotive mit Robotern
Bildideen aus Marcus Langes Hackerkiste-Vortrag 2025, Folie 48. KI-Visualisierungen zur Konzeption, keine Aufnahmen realer Arbeitsplätze.

Nimm das Motiv mit dem Smartphone: Die vielen Bildschirme erzählen schon etwas über die Situation. Die Figur steht mitten in einer Flut aus Inhalten. Im Gespräch können wir daran anknüpfen: Soll die Szene neugierig machen oder Überforderung ausdrücken? Brauchen wir die Umgebung so dicht? Wohin soll dein Blick zuerst gehen? Mit einem konkreten Bild lassen sich diese Fragen viel genauer beantworten als mit „Das soll modern wirken“.

Die Folie ist eine Sammlung von Bildideen, noch kein vollständiges Szenen-Storyboard. Dafür fehlen unter anderem eine festgelegte Reihenfolge, Bewegungsangaben und die Tonspur. Genau diese Unterscheidung ist wichtig: Wir stimmen zuerst die Bildidee ab und arbeiten dann aus, wie daraus ein Film wird.

So wird aus der Bildidee eine brauchbare Drehvorbereitung

Wir beginnen mit der Aufgabe der Szene. Was soll dein Zuschauer danach verstanden haben? Erst dann legen wir fest, was du sehen und hören wirst. Für eine Vorstellung deines Teams kann das ein konkreter Handgriff mit einer kurzen Erklärung sein. Für einen abstrakten Zusammenhang kann eine Animation die bessere Lösung sein.

Neben das Bild gehört eine verständliche Beschreibung. Wer handelt? Was verändert sich während der Einstellung? Welche Aussage kommt im O-Ton oder über den Sprecher? Und was folgt danach? Diese Angaben verbinden die Bilder. Sie helfen uns auch zu erkennen, wenn eine Szene gut aussieht, aber zur Geschichte wenig beiträgt.

Wir unterscheiden außerdem zwischen vorhandenen Aufnahmen, neu zu drehenden Szenen und grafischen Ergänzungen. So weißt du bei der Abstimmung, welche Bilder schon existieren und welche eine geplante Idee zeigen. Eine KI-Skizze sollte nicht versehentlich das Versprechen geben, dass dieser Raum, diese Person oder diese Ausstattung am Drehtag tatsächlich verfügbar ist.

Worauf du bei der Freigabe achten solltest

Schau dir die Abfolge an und stell dir diese Fragen: Verstehst du die Geschichte ohne unsere mündliche Erklärung? Passen die Menschen und Situationen zu deinem Unternehmen? Erkennst du, welche Aussagen besonders wichtig sind? Stimmen die gezeigten Abläufe fachlich? Und ist klar, welche Details nur die Stimmung illustrieren?

Dein Feedback darf konkret sein: „Die Kollegin soll den Handgriff selbst zeigen“ bringt uns weiter als „Bitte dynamischer“. Wenn etwas in deinem Arbeitsalltag anders aussieht, klären wir das jetzt. Bei einem Recruitingfilm zählen echte Einblicke. Die Skizze hilft bei der Vorbereitung; im Film zeigen wir deine tatsächlichen Mitarbeitenden und ihr Umfeld.

Was ein Storyboard offenlassen darf

Ein Storyboard nimmt uns die Aufmerksamkeit am Set nicht ab. Ein spontaner Moment, eine verständlichere Erklärung oder eine andere Lichtsituation können den Film bereichern. Wir brauchen eine gemeinsame Richtung und genug Spielraum, gute Beobachtungen aufzunehmen. Auch technische Machbarkeit und Aufwand prüfen wir gesondert. Aus einem überzeugenden KI-Bild folgt nicht automatisch, dass sich jede Kamerafahrt genauso drehen lässt.

Wenn aus den vorbereiteten Bildern ein KI-Video entstehen soll, kommen weitere Entscheidungen dazu. Bewegung, Anschlüsse und Schnitt müssen zusammenpassen. Wie wir darüber nachdenken, liest du im Artikel Vom Bild zum KI-Video.

Heute planen, später mehrfach sinnvoll nutzen

Beim Langesicht-Prinzip denken wir verschiedene Fassungen früh mit. Wenn du neben dem Hauptfilm kurze Einblicke für Social Media brauchst, berücksichtigen wir das schon im Konzept. Ein einzelner Ausschnitt muss auch für sich verständlich sein. Dafür hilft die Frage: Welche Szene beantwortet eine konkrete Frage deiner Zielgruppe?

Du hast eine Filmidee, aber noch keine gemeinsame Vorstellung der Bilder? Besprich sie mit uns. Wir klären, welche Aussagen dein Film tragen soll und welche Vorvisualisierung dir bei der Entscheidung wirklich hilft.